Informationen für medizinisches Personal

Welche Schutzmasken bieten Menschen in Gesundheits- und Pflegeberufen Sicherheit?

Im medizinischen Bereich kommen verschiedene Masken zum Einsatz:
  • Medizinische Mund-Nasen-Schutze (MNS; Operations-(OP-)Maske) dienen dem Schutz Anderer vor dem Kontakt mit infektiösen Tröpfchen eines Infizierten
  • Filtrierende Halbmasken (FFP2 bzw. FFP3) gehören zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) im Rahmen des Arbeitsschutzes und sollen den Träger der Maske vor Tröpfchen schützen

Ein selbst hergestellter, nichtmedizinischer „Mund-Nasen-Schutz“, der aus Stoffen oder anderen Materialien z.B. mit Anleitungen aus dem Internet hergestellt werden, genügt nicht den Anforderungen für Schutzmasken im medizinischen Bereich und schützt nicht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus. Daher wird eine solche selbst hergestellte „Maske“ nicht als „Schutzmaske“, sondern ausschließlich als „Mund-Nasen-Schutz“ bezeichnet.

Durch welche Maßnahmen werden Pflegekräfte entlastet?

Um die Pflegekräfte zu entlastet und eine zusätzliche Infektionsgefahr für die Pflegebedürftigen, die Mitarbeiter der Pflegeheime sowie die Prüfer (m/w/d) zu verhindern, wird durch das Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz geregelt, dass bis zum 30. September 2020 keine Qualitätsprüfungen (Regelprüfungen) vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder vom Prüfdienst der privaten Krankenversicherung e. V. (PKV-Prüfdienst) durchgeführt werden.

Um unnötige persönliche Kontakte in der Pflege zu verhindert, die Pflegebedürftigen sowie ihre Angehörigen zu schützen und das vorhandene Pflegekräfteangebot zielgerichtet einzusetzen, kann das Pflegegeld vom 1. Januar 2020 bis zum 30. September 2020 bezogen werden, ohne dass ein Beratungseinsatz abgerufen werden muss.

Sollten sich Mitarbeiter (m/w/d), die im medizinischen Bereich arbeiten, regelmäßig testen lassen?

Derzeit werden Tests bei Personen ohne Symptome nicht empfohlen. Ein negatives Testergebnis hat nur eine begrenzte Aussagekraft, denn selbst wenn SARS-CoV-2 nicht nachgewiesen wurde, bedeutet das nicht, dass man nicht doch erkrankt und das Virus übertragen könnte.

Eine ausführliche Darstellung zum Verhalten beim medizinischen Personal wurde durch das Robert Koch-Institut erarbeitet.

Wie wird die Versorgung mit Schutzausrüstung sichergestellt?

Fehlende Schutzkleidung bedeutet fein höheres Infektionsrisiko. Derzeit arbeiten bundesweit Vertreter aus Politik und Medizin daran, die Versorgung mit Schutzkleidung wie Schutzmasken, -brillen oder -kittel sicherzustellen. Das Bundesministerium für Gesundheit schafft zentral medizinische Schutzausrüstung an, die über die Länder und die Kassenärztlichen Vereinigungen verteilt wird. Pflegeheime, Krankenhäuser, Arztpraxen sowie Länder sind aufgefordert, für weitere Schutzausrüstung zu sorgen. Diese wird über die gesetzliche Krankenversicherung abgerechnet.

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