Symptome & der Test

Was sind die typischen Symptome von Covid-19?

Die Symptome der neuen Lungenkrankheit sind eher unspezifisch – Fieber, trockener Husten und Atemprobleme können auch bei einer Grippe auftreten. Die Sars-CoV-2-Viren vermehren sich wie Grippeviren im Rachen, die Erreger infizieren vor allem Zellen der unteren Atemwege. Die häufigsten Symptome sind:

  • Fieber über 38°C
  • Husten
  • Schnupfen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Kratzen im Hals

Wenn Sie sich mit dem Virus infiziert haben, können die Symptome bereits nach einem Tag, aber auch erst nach zwei Wochen auftreten. Die meisten Covid-19-Verläufe sind eher mild. Einige Menschen können allerdings eine Lungenentzündung mit Kurzatmigkeit und Luftnot bekommen.

Welche Menschen gehören zu einer Risikogruppe?

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, gehören folgende Personen zur Risikogruppe für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit Vorerkrankung
  • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
  • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

Wer kann sich testen lassen?

Ein Test auf das Coronavirus ist nur bei einem COVID-19-Verdacht angezeigt. Wer getestet wird, entscheiden die Kliniken sowie die Haus- und Amtsärzte bzw. Haus- und Amtsärztinnen. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wenn Sie nur leichte Krankheitszeichen haben, sollten Sie sich selbst isolieren, d. h. zuhause bleiben und alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden. Außerdem sollten Sie eine gute Händehygiene und die Husten- und Niesregeln einhalten. Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt (m/w/d). Die Arztpraxis informiert dann über das weitere Vorgehen. Auf keinen Fall sollte die Arztpraxis jedoch ohne Ankündigung aufgesucht werden!

Sollten die Beschwerden zunehmen und/oder Sie weder die Hotline noch Ihren Hausarzt (m/w/d) erreicht haben, rufen Sie die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland 116117 an. In Notfällen (z. B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Wer muss sich testen lassen?

Einreisende aus Risikogebieten sind seit dem 8. August 2020 zum Test verpflichtet.
Wer in die Bundesrepublik Deutschland einreist und sich in den 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss nach der Testpflichtverordnung des BMG auf Anforderung des zuständigen Gesundheitsamtes oder der sonstigen vom Land bestimmten Stelle entweder ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 nachweisen oder innerhalb von 14 Tagen nach der Einreise einen Test machen. Die konkrete Umsetzung erfolgt durch die Bundesländer.

Wer bezahlt den Test?

Seit dem 28. Februar 2020 übernehmen die Krankenkassen die Testung auf das neuartige Coronavirus in einem weiten Umfang. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Arztes oder der Ärztin, ob ein Patient oder eine Patientin getestet werden soll oder nicht.

Seit dem 08. August 2020 gilt, dass jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, sich innerhalb von 72 Stunden kostenlos auf das Coronavirus testen lassen kann. Die Kosten für die Tests übernimmt der Bund über den erhöhten Zuschuss zur Krankenversicherung. Wird ein Test durch den öffentlichen Gesundheitsdienst der Länder durchgeführt, tragen die Länder einen Teil der Kosten selbst.

Wie funktioniert der Coronavirus-Test?

Beim Coronavirus-Test werden Proben aus den Atemwegen entnommen. Zur Probenentnahme verwendet der Arzt oder der Patient (beim Einsatz eines Test-Kits für die Selbstanwendung zuhause) geeignete Tupfer. In der Regel wird ein Abstrich von der Nasen-Rachenwand oder der Rachenwand entnommen. Weitere Möglichkeiten der Probengewinnung sind Hustenauswurf, Spülungen der tiefen Atemwege (eine sogenannte Bronchoalveoläre Lavage) und die Entnahme von Trachealsekret.

Das Entnahmebesteck muss anschließend unter Beachtung aller Vorschriften (werden bei Test-Kits mitgeliefert) sicher in Probenbehältern verschlossen werden. Daraufhin werden die Proben in ein Labor versendet, wo sie schnellstmöglich analysiert werden. Die Ergebnisse erhält Ihr Arzt. Er wird Sie darüber informieren.

Wo wird der Coronavirus-Test durchgeführt?

Ein Test auf den Erreger SARS-CoV-2 kann mittlerweile vielerorts durchgeführt werden. Testmöglichkeiten gibt es in diversen Kliniken, ambulanten Testzentren und in vereinzelten Hausarztpraxen. Vielerorts führt das Gesundheitsamt mobile Tests bei Betroffenen zuhause durch. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Proben selbst zuhause mit einem Test-Kit zu entnehmen, nachdem ein Arzt einen begründeten Corona-Verdacht festgestellt hat.

Wie funktionieren Antigen-Schnelltests?

Im Gegensatz zum PCR-Test wird bei einem Antigen-Schnelltest nicht das Erbgut des Virus nachgewiesen, sondern seine Oberflächenmerkmale. Dafür wird im Nasen- oder Rachenraum ein Abstrich entnommen. Ist das Virus darin enthalten, reagieren seine Eiweißbestandteile mit dem Teststreifen: Dann wird eine Verfärbung sichtbar. Die einfachere Auswertung eines Antigen-Schnelltests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. Bis ein Ergebnis vorliegt, dauert es etwa 15 Minuten. Ein positives Schnelltest-Ergebnis muss laut Gesundheitsministerium aber immer durch einen PCR-Test bestätigt werden. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem, medizinischem Personal durchgeführt werden.

Derzeit liegt dem zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auch eine Reihe von Anträgen auf eine nationale Sonderzulassung von „Laien-Selbsttests“ vor. Sobald sie verfügbar und zugelassen sind, sollen diese freiverkäuflichen Tests auch zum Einsatz kommen und von ungeschulten Personen sicher angewendet werden können.

Wie zuverlässig sind die Antigen-Tests?

Der Antigen-Schnelltest gilt im Vergleich zum „Goldstandard“ PCR-Test als weniger sicher, weil er nur bei hochinfektiösen Menschen mit hoher Viruslast anschlägt. Infizierte mit einer geringen Viruslast erkennt er nicht. Ein negatives Antigen-Testergebnis schließt eine Infektion mit SARS-CoV-2 deshalb nicht aus. Antigen-Schnelltests zeigen außerdem häufiger als PCR-Tests ein positives Testergebnis an, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Zudem ist die Gültigkeitsdauer der Antigen-Schnelltests begrenzt. Das Ergebnis ist nur eine Momentaufnahme für den Tag des Tests. Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer schränkt deshalb ein: „Da darf man sich nicht in einer falschen Sicherheit wiegen.“ Die AHA-Regeln müssten trotz eines negativen Testergebnisses eingehalten werden.

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